Ende einer Erfolgsgeschichte

Wolhusen: 10. und letzte Generalversammlung des cantemus wolhusen

Am Samstag, 4. Mai 2019 fand im Rössli ess-kultur die letzte Generalversammlung des Chores cantemus wolhusen statt. Trotz etwas Wehmut stilvoll und in angenehmer, gelöster Atmosphäre. 

Nach der Einspielung einer kurzen Sequenz aus dem letzten Konzert begrüsste die amtierende Präsidentin Rosmarie Bucher die fast vollzählig erschienenen Aktivmitglieder, die Gastsängerinnen und Gastsänger, drei Ehrenmitglieder und eine Vertretung des Chores Santa Lucia in der Weitsicht des Rössli ess-kultur.

Alles hat seine Zeit.

In einem kurzen mündlichen Rückblick schaute die Präsidentin auf das letzte, überlange Vereinsjahr des „cantemus wolhusen“ zurück. Als musikalische Höhepunkte erwähnte sie die Mitgestaltung des Ostergottesdienst 2018 mit Werken von Bruckner, Mozart und Haydn und das Passionskonzert mit dem Requiem von Haydn und der Krönungsmesse von Mozart, welches gleichzeitig auch das letzte Konzert mit dem langjährigen musikalischen Leiter René Limacher war.  Sie dankte ihm nochmals für sein Schaffen mit dem Chor, seine Kompetenz musikalisch wie auch zwischenmenschlich.

Einen Engel überreicht

Zu den üblichen Aktivitäten des Chores wie Sommerhöck, Vereinsreise und Weihnachtshöck, die allesamt sehr gut besucht waren, kam in diesem Jahr die ausserordentliche Generalversammlung vom vergangenen Oktober mit dem definitiven Entscheid, den Chor aufzulösen. Die Präsidentin dankte allen Mitgliedern für das gemeinsame Singen. Einen speziellen Dank richtete sie an verschiedene stille Helfer, die über all die Jahre immer einsatzbereit zur Stelle waren.  Mit einer speziell etikettierten Flasche Wein wurden 8 Sängerinnen und Sänger für insgesamt 291 Jahre Mitsingen geehrt. Die Vizepräsidentin Alice Portmann hielt eine Laudatio für die Präsidentin Rosmarie Bucher, die mit Um-, Vor-, Rück-, Über- und Weitsicht den Verein in ruhigen und unruhigeren Zeiten geführt hat und überreichte ihr einen aus Musiknoten gefalteten Engel zur Erinnerung. Dieser symbolisiert, welche Bedeutung die Präsidentin für den Chor hatte.

Sich erinnern und geniessen

Willi Wey, der Paparazzo des cantemus wolhusen, liess ganz „Willi-like“ die vergangenen zehn Jahre des „cantemus wolhusen“ in einer Diashow Revue passieren. Die Erinnerungen an vergangene Konzerte, Reisen, Höcks und weitere Aktivitäten lösten immer wieder herzhaftes Lachen aus. Witzig und humorvoll, empathisch und grosszügig dankten verschiedene Sprecherinnen dem Vorstand für die geleistete Arbeit und boten mittels einer liebevoll gestalteten Karte eine Plattform für künftige Treffs an. Die Präsidentin des Santa Lucia, Clara Häfliger, bedankte sich für die Einladung und drückte ihre Freude aus, dass einige Sängerinnen und Sänger bei ihnen weitersingen. Eine kurze Sequenz aus der Krönungsmesse leitete zum letzten Akt der Vereinsgeschichte über, dem Aperitiv und Nachtessen im Rössli ess-kultur, wo als Überraschung das Quartett Claudia Muff gekonnt und virtuos aufspielte.