Der Chor cantemus wolhusen reist in die Romandie

Am Wochenende vom 24./25. Juni fand die Reise des cantemus wolhusen in die Westschweiz statt. Normalerweise wünscht man sich dazu sonniges Wetter; aber nach den vorangegangenen Hitzetagen waren die 40 Teilnehmenden froh, bei bewölktem Himmel reisen zu können. Wie schon oft durften wir Jerry Emmenegger von der Valentin Imbach AG als bewährten Chauffeur bei uns begrüssen. Nach einem Kaffeehalt im Gasthaus Schönbühl ging es weiter nach Greyerz. Das schmucke Städtchen mit den herausgeputzten Häuserzeilen und dem imposanten Schloss begeistert immer wieder. Der Ort überraschte zudem mit der Fête médiévale, Gesang, Tanz und Originalkostüme aus der Zeit der Grafen von Greyerz. Auch die des Französischen Kundigen unter uns konnten ihren Wortschatz noch erweitern und lernen, dass die Vielle à roue auf Deutsch der Drehleier entspricht. Bei der nächsten Destination, Maison Cailler in Broc, kamen die Schokoladeliebhaber auf die Rechnung. Nach einem Parcours durch die Geschichte der Kakaobohne und der Schokolade durfte nach Herzenslust degustiert werden. Man war erfreulicherweise zurückhaltend, sodass die von uns vorsorglich mitgenommenen vier Mediziner nicht zum Einsatz kamen. Unterdessen klarte der Himmel auf, und Lausanne erstrahlte in nachmittäglicher Sommerhitze. Nun war Standfestigkeit gefragt: In einer 1½ stündigen Führung durch die Kathedrale und die Altstadt erfuhren die höchst interessierten Luzerner viel Wissenswertes über die Geschichte und Gegenwart der Waadtländer Metropole. Gespannt waren wir auf die Unterkunft in Lausanne-Ouchy. Direkt am See und bei der Anlegestelle der Dampfer gelegen, erwies sich das Hotel Aulac als ideal, auch für die Weiterreise am nächsten Tag über den See. Nach einem feinen Nachtessen liess man den Abend beim Flanieren am See oder gemütlichem Zusammensein mit Weisswein und Bier ausklingen. Über weitere Aktivitäten in der späteren Nacht hat die Schreibende nicht Buch geführt.

Der Sonntag zeigte sich von Beginn weg von der sonnigsten Seite, ideal für eine luftige Dampfschifffahrt. Sanft glitten die wunderbar gelegenen und gepflegten Seeorte Saint-Sulpice, Morges, Saint-Prex und Rolle an uns vorüber. Dann überquerte das Schiff den See zum französischen Yvoire. Dieser frühere Geheimtipp (der Ort hatte bereits 1959 einen Preis für seinen Blumenschmuck erhalten) gehört zu den plus beaux villages de France und ist heute ein Touristenmagnet. Zu Recht fanden wir, denn das prächtige Dorf mit dem überbordenden Blumenschmuck hat alle begeistert. Ein kurzer gesanglicher Auftritt gehört zur Pflicht jedes Chores, so auch des cantemus. Dabei hat unser Chorleiter René Limacher so begeistert mit uns gesungen, dass wir beinahe die Rückfahrt des Schiffes nach Nyon verpasst hätten. Dort wurden wir von Jerry wieder erwartet, der uns über Bern zum Hotel Kreuz in Schlosswil führte, wo wir ein leckeres Salatbuffet genossen. Auf der letzten Etappe nach Wolhusen benutzte unsere Präsidentin Romy Bucher die Gelegenheit, allen für die gelungene Reise zu danken, vorab dem OK Vreny Kopp und Judith Gräni sowie dem Carchauffeur Jerry. Nach zwei Tagen voller schöner Erlebnisse waren wir gegen 20 Uhr in Wolhusen zurück. Der Chor cantemus macht nun Ferien und wünscht allen einen schönen Sommer!