Jauchzet dem Herrn alle Welt

Am letzten Sonntag fand in der voll besetzten Kirche St. Martin in Buochs ein Gemeinschaftskonzert des dortigen Kirchenchors und des cantemus wolhusen unter der Leitung von Joseph Bachmann und René Limacher statt. Junge Sängerinnen und Sänger aus dem Raum Zentralschweiz brillierten als Solisten, begleitet wurden sie von einem Ad-Hoc-Orchester. Die musikalischen Leiter hatten ein abwechslungsreiches, festliches und ansprechendes Programm zusammengestellt.

Rene Limacher f[hrt die Musizierenden kompetent
Rene Limacher führt die Musizierenden kompetent
Werner Küttel, Präsident des Kirchenchors Sankt Martin, begrüsste die Konzertbesucher, das Ad-Hoc-Orchester mit Alexander Brincken an der Orgel, die vier SolistInnen Rita Barmetter, Sopran, Nina Ammann, Alt, Raphaël Bortolotti, Tenor und Pascal Limacher, Bass. Er verdankte das grosszügige Hauptsponsoring durch die katholische Kirchgemeinde Buochs und die Luzerner Kantonalbank Wolhusen, aber auch alle übrigen Sponsorenbeiträge, ohne die die Aufführung solcher Werke unmöglich wäre.

Von Bach bis Manfredini

Die Königin der Instrumente, die Orgel, meisterhaft gespielt von Alexander Brincken, eröffnete das festliche Konzert mit dem Präludium in C-Dur, BWV 545, von Johann Sebastian Bach. Die beiden Chöre stellten sich vor mit dem Jubelgesang „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ von Felix Mendelssohn, dirigiert von Joseph Bachmann. Der Funke sprang sofort auf die Zuhörer über. Es folgte das Instrumentalstück „Kanon für drei Violinen und Bass“ von Johann Pachelbel, in dem speziell Christian Albrecht brillierte. Pachelbels Werke waren längere Zeit in Vergessenheit geraten und werden seit Beginn des 20. Jahrhunderts bei festlichen Anlässen aufgeführt. Der Chor intonierte unter der Leitung von René Limacher die schlichte und innige Motette „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ und steigerte den Wunsch nach Vertrauen mit der Komposition „Herr, wir trau‘n auf deine Güte“, beide von Felix Mendelssohn. Die Altistin Nina Ammann begeisterte hier mit ihrer warmen Alt-Stimme. Ein weiterer Höhepunkt war das „Concerto für zwei Trompeten und Streich-Orchester in D-Dur“ von Francesco Manfredini, meisterhaft gespielt von Joseph Bachmann und Marcel Krummenacher.

Über Mozart zu Händel

Ein weiterer Hörgenuss war Wolfgang Amadeus Mozarts „Missa Solemnis in C-Dur, KV 337“. Die sorgfältige Probenarbeit der beiden Dirigenten machte sich bezahlt, die Begeisterung, aber auch die Ergriffenheit der Zuhörer war spürbar, die Solisten Rita Barmettler, Nina Ammann, Raphaël Bortolotti und Pascal Limacher sangen sich in die Herzen der Anwesenden. Im „Agnus Dei“ berührte der innige Klang der Oboe, gespielt von Edwin Küttel im Wechsel mit der Sopranistin. Der Chor, dirigiert von René Limacher, zeigte sein beachtliches Können. „Tochter Zion“ von Georg Friedrich Händel führte die Zuhörer definitiv in den Advent. Das Publikum dankte mit lang anhaltendem Applaus und einer Standing Ovation. Chor, Orchester und Solistinnen gaben den Dank mit einer Zugabe zurück.

Stimmen von Zuhörern

„Der imposante Chor verfügt über eine schöne Klangfülle“, „das Konzert wies eine vernünftige Länge auf“, „das Programm war sehr abwechslungsreich“, „die jugendliche Frische der SolistInnen imponierte mir“, so der Tenor einiger Befragten.

Das Konzert wird am kommenden Sonntag, 6. Dezember, um 17 Uhr in der katholischen Pfarrkirche wiederholt. Den Orgelpart übernimmt Risa Mori. Die Musizierenden freuen sich auf viele Zuhörer.

Leiter René Limacher (li) und Joseph Bachmann
Leiter René Limacher (li) und Joseph Bachmann
Joseph Bachmann (li) und Marcel Krummenacher brillierten
Joseph Bachmann (li) und Marcel Krummenacher brillierten